Schularchiv

Lehrpersonal

Der Bereich Lehrpersonal umfasst Dokumente und Fotografien, die Einblicke in die Geschichte des Kollegiums und der Schulleitung geben.
Dazu gehören Bilder von Lehrkräften aus dem Jahr 1957 sowie Porträts von Otto Epe, Schulleiter von 1961 bis 1970, und Margret Middeler,
der ersten Schulleiterin der Schule. Ergänzend finden sich Unterlagen zu Ernennungen und dienstlichen Angelegenheiten von Lehrpersonen aus
den Jahren 1939 bis 1953, darunter Hinweise für aus der sowjetischen Besatzungszone geflohene Lehrerinnen und Lehrer.



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Gehaltsabrechnung Lehrer/Studienrätin 1948

Man sieht eine Gehaltsabrechnung aus dem April 1948 einer neu beförderten Studienrätin der Oberschule für Jungen aus Schmallenberg. Das Gehalt beläuft sich auf 530,16 RM nach Wohngeldzuschuss.

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Hinweise für geflohene Lehrkräfte

Aufnahmebedingungen für aus der sowjetischen Besatzungszone geflohene Lehrkräfte, um den Lehrbetrieb wieder aufzunehmen.

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Zeugenbericht eines Heimatsvertriebenen Lehrers

Eine Heimatvertriebene Lehrerin bittet um eine Versetzung aufgrund von psychischen Angstzuständen durch ihre Heimatvertreibung aus Oberschlesien. Mit ihrer Schwester musste sie sich für längere Zeit ein Zimmer in einem Bauerhaus teilen, daher war die Freude groß als sie eine Wohnung in Schmallenberg bekam..

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Beamtenschulung

1934 fand eine Schulung statt, in der die Lehrkräfte angewiesen wurden, ausländische Mitschüler zu diskriminieren

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Allgemeine Pflichten

Die Beamten werden angewiesen, im und außerhalb des Dienstes ein würdiges Verhalten an den Tag zu legen.

Die erste Schulleiteren

Die Dame mit der alles begann: Margret Middeler. Sie war die erste Schulleiterin der 1925 gegründeten sogenannten Staatlichen Aufbauklassen Fredeburg,
der Institution, die 10(!) Namens- und Organisationswechsel später seit 1977 die Bezeichnung Städtisches Gymnasium Schmallenberg trägt.
Sie studierte in Münster sowie Göttingen Mathematik und Naturwissenschaften. Nach ihrem erfolgreichen Referendariat erhielt sie in Schmallenberg
zunächst eine Anstellung als Studienassessorin (Beamtin auf Probe). Frau Middeler war nicht nur engagierte Gründungsrektorin sondern ihr haben wir es
auch maßgeblich zu verdanken, dass die Schule nicht Mitte der 1930er Jahre schon wieder "stufenweise abgebaut" wurde, nachdem die Stadt Fredeburg in ernsthafte
finanzielle Not geriet und sich die Schule eigentlich nicht mehr leisten konnte. In ihre Amtszeit fielen der Bau und Bezug des neuen Schulgebäudes in Bad Fredeburg
(heute teilweise im Musikbildungszentrum erhalten) und 1937 der Umzug nach Schmallenberg in das heute als Valentinsschule bekannte Gebäude.
1938 geriet die Studiendirektorin Middeler in Streit mit den örtlichen Nationalsozialisten und wurde als Studienrätin nach Münster strafversetzt.
Nach dem Krieg kehrte sie für drei Jahre, weiterhin als Studienrätin, nach Schmallenberg zurück. 1948 wurde sie als Oberstudiendirektorin Leiterin des
Pelizäusgymnasiums Paderborn. Sie starb 1984 im Alter von 87 Jahren in ihrer Heimat Münster.




Schulleiter Otto Epe

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Nach der Zwangsversetzung der ersten Schulleiterin nach 13 jährigem intensivem Engagement für unsere Schule im Jahr 1938 setzten über zwei Jahrzehnte mit häufigen Wechseln,
Vakanzen und Vertretungen im Bereich der Schulleitung ein. Diese Phase wurde erst 1961 durch die Ernennung von Otto Epe zum Schulleiter des Staatlichen Aufbaugymnasiums beendet.
Herr Epe wurde 1907 in Bilstein (heute Stadtteil von Lennestadt) geboren. Nach seiner Lehramtsausbildung für die Fächer Mathematik, Physik sowie Leibesübungen war er zunächst
20 Jahre am Ratsgymnasium Münster tätig und anschließend stellvertretender Seminarleiter am Staatlichen Studienseminar I in Münster. Zu seiner Einführung in Schmallenberg fanden
zwei Gottesdienste statt und die erst wenige Jahre alte Aula war gut gefüllt von hochrangigen Vertretern aus Politik und Verwaltungen. An ihrer Spitze stand der Landrat des Kreises Meschede.
Zu Beginn seiner Amtszeit setze Herr Epe sich erfolgreich für die Etablierung eines grundständigen Gymnasiums statt des bisherigen Aufbaugymnasiums ein. U.a. dadurch konnte die Schülerzahl von
knapp unter 250 im Jahr 1961 auf 550 im Jahr 1970 mehr als verdoppelt werden. Sein zweites großes Vorhaben, welches aus dieser Steigerung resultierte, konnte trotz anfänglich zügiger Fortschritte
nicht mehr vor seiner Pensionierung 1970 beendet werden: Der Neubau eines Schulgebäudes, welches in der Lage war, problemlos alle neun Jahrgänge eines grundständigen Gymnasiums aufzunehmen.
Herr Otto Epe verstarb 1996 in seiner Wahlheimat Münster.




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