Schularchiv |
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Nachdem die Stadt Fredeburg finanziell nicht mehr in der Lage war, die "Deutsche Oberschule in Aufbauform" zu tragen,
engagierte sich insbesondere der Unternehmer und Lokalpolitiker Franz Falke dafür, die Schule nach Schmallenberg zu übersiedeln.
Genutzt werde sollte das 1930 vom gebürtigen Schmallenberger Architekten Theodor Balzer konzipierte Gebäude der Rektoratsschule an der Wormbacher Straße.
Dieses Schulhaus macht von außen den Eindruck eines wesentlich früheren Baujahres, was daran liegt, dass es im Stil von Kloster Grafschaft entworfen wurde.
Dieser Stil fand auch in den 1950er Jahren beim Bau des benachbarten Direktorenwohnhauses Verwendung.
Der Einzug der Oberschule fand am 13. April 1937 statt. Zunächst musste sich die Schule das Gebäude noch mit der auslaufenden
Rektoratsschule und der höheren Mädchenschule teilen.
Erst zum Schuljahr 1938/39 stand das gesamte Gebäude der Oberschule zur Verfügung. Da es ursprünglich nicht für diese Schulform konzipiert worden war,
mangelte es von Beginn an an den passenden naturwissenschaftlichen und musischen Räumen. Im Laufe des Krieges musste die Schule das Gebäude verlassen,
da dort eines der drei Schmallenberger Lazerette eingerichtet wurde. Die Schule zog in Räume der Firma Falke, das
Alexanderhaus der katholischen Kirche und in das Schützenzelt auf dem Schützenplatz.
Nach dem Krieg konnte die eigentliche Schule wieder bezogen werden. Um der Raumnot entgegen zu wirken, wurde in den 1950er Jahren auf der einen Schulseite ein Anbau mit
Klassenräumen angebaut und auf der anderen Seite eine Turnhalle errichtet. Da die Schülerzahlen in den 1960er Jahren kontinuierlich stiegen,
mussten als übergangslösung sogenannte Pavillions mit Unterrichtsräumen hinter dem Schulgebäude aufgestellt werden.
Die Planungen und der Bau des Schulzentrums an der Obringhauser Straße zogen sich hin, so dass das dieses Provisorium bis 1975 andauerte.
Von Weihnachten 1975 bis zu ihrer Auflösung am Ende des Schuljahres 2013/14 war dann die Sonderschule (später Förderschule) für Lernbehinderte,
die ab 1978 den Namen Valentinsschule trug, in dem Gebäude.
Nach umfangreichen Umbau- und Sanierungsarbeiten zogen 2015 die Volkshochschule und 2019 die Kindertagesstätte Valentin in die ehemalige Schule ein.
In der Zeit von 1937 bis 1975 befand sich das heutige Städtische Gymnasium Schmallenberg in der Wormbacher Straße. Das Hauptgebäude war bereits 1930 für die Rektoratsschule Schmallenberg gebaut worden,
die nach dem Einzug des Staatlichen Aufbaugymnasiums in einen Prozess der Auflösung überging. Das Gebäude besaß lange Jahre keine eigene Turnhalle,
so dass der Sportunterricht ca. 20 Jahre lang in einem eher ungeeigneten Kellerraum und auf dem Schulhof stattfinden musste.
Erst 1957 konnte das Gebäude eingeweiht werden, welches fortan als kombinierte Turnhalle und Aula genutzt wurde. Hier fanden dann auch,
teilweise unter Beteiligung der gesamten Schülerschaft, die Abiturentlassfeiern statt.
Lange Jahre nach dem Umzug des Gymnasiums in das heutige Gebäude kehrten wir jedoch noch einmal zurück:
Als im Frühjahr 2021 wegen der Corona-Pandemie weiterhin besondere Abstände bei Klausuren erforderlich waren und in die Stadthalle ein Impfzentrum einzog,
wurde uns diese Turnhalle für einen Monat von der Stadt Schmallenberg als Klausurraum zur Verfügung gestellt.
Mithilfe des Bauhofes wurden Tische aufgestellt, so dass je 44 Schülerinnen und Schüler regelkonform an großen Einzeltischen ihre Klausuren schreiben konnten.
In der letzten Woche erreichte uns von Frau Nevries (geb. Drees), Abiturjahrgang 1961,
ein tolles Paket mit Bildern und Schülerzeitungen aus dem Ende der 1950er Jahre. Dieses Bild ist in dem Paket enthalten gewesen und zeigt die Turnhalle/Aula während ihrer Einweihung 1957.
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